Ganz nah dran: TG Langenselbold liefert Kolbermoor einen großen Bundesliga-Kampf
Manchmal erzählt das Endergebnis nicht die ganze Geschichte. Unsere TG 1953 Langenselbold musste sich beim SV DJK Kolbermoor zwar mit 2:6 geschlagen geben, doch gleich mehrere Partien standen auf der Kippe. Gegen einen starken Bundesliga-Gegner zeigte die TGL Mut, Kampfgeist und phasenweise richtig starkes Tischtennis.

Ein dramatischer Doppelsieg, ein starker Erfolg von Lorena Morsch und zwei weitere Partien, in denen die TGL bereits mit 2:0 Sätzen führte: Unsere Damen waren mehrfach nur wenige Bälle vom nächsten Punkt entfernt.
Mit Sally Moyland, Sophia Klee, Lorena Morsch und Sonja Roggenhofer stellte sich Langenselbold der nächsten großen Herausforderung in der 1. Bundesliga Damen.
Dass die Aufgabe in Kolbermoor alles andere als einfach werden würde, war bereits im Vorfeld klar. Doch unsere Mannschaft versteckte sich nicht. Von Beginn an wurde um jeden Ball gekämpft – und insbesondere in den engen Situationen war zu sehen, dass die TGL auf diesem Niveau ihre Chancen bekommt.
Kolbermoor holt den ersten Punkt
Im ersten Doppel trafen Lorena Morsch und Sonja Roggenhofer auf Chi-Shiuan Chen und Tijana Jokic.
Das Langenselbolder Duo hielt in allen drei Sätzen dagegen, musste sich am Ende jedoch mit 8:11, 9:11 und 7:11 geschlagen geben.
Kolbermoor führte mit 1:0.
Doch im zweiten Doppel folgte sofort die Antwort.
Moyland und Klee gewinnen einen echten Bundesliga-Krimi
Sally Moyland und Sophia Klee trafen auf Annett Kaufmann und Enisa Sadikovic.
Der erste Satz ging mit 7:11 verloren, doch Sally und Sophia antworteten mit einem 11:9.
Kolbermoor ging erneut in Führung. Im vierten Satz musste die TGL also gewinnen, um im Match zu bleiben.
Und genau das tat sie.
12:10 – Entscheidungssatz!
Dort entwickelte sich ein Nervenspiel bis zum letzten Ball. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen.
Beim Stand von 11:11 waren es schließlich Sally und Sophia, die die entscheidenden beiden Punkte machten.
Moyland/Klee gewinnen den fünften Satz – 1:1! 🔥
Ein richtig starker Doppelpunkt gegen ein hochklassiges Duo.

Annett Kaufmann stoppt Sophia Klee
Im ersten Einzel wartete anschließend eine der schwierigsten Aufgaben des Nachmittags auf Sophia Klee.
Gegen Annett Kaufmann kämpfte Sophia insbesondere im zweiten Satz bis in die Verlängerung.
Beim 13:15 fehlten nur zwei Punkte zum Satzausgleich. Letztlich setzte sich Kaufmann jedoch in drei Sätzen durch.
Kolbermoor führte wieder mit 2:1.
Sally Moyland hält gegen Chi-Shiuan Chen dagegen
Sally Moyland traf anschließend auf Chi-Shiuan Chen.
Nach einem 8:11 im ersten Satz reagierte Sally stark und holte sich den zweiten Durchgang deutlich mit 11:5.
Chen gewann den dritten Satz, doch im vierten Durchgang wurde es noch einmal richtig eng.
Sally kämpfte um den Entscheidungssatz, musste sich aber erst in der Verlängerung mit 12:14 geschlagen geben.
Wieder fehlten nur wenige Bälle.
Sonja Roggenhofer steht unmittelbar vor dem nächsten TGL-Punkt
Dann kam eines dieser Spiele, bei denen Tischtennis brutal sein kann.
Sonja Roggenhofer begann gegen Alina Zavarykina hervorragend.
11:8. 11:5.
Zwei Sätze gespielt – zwei Sätze gewonnen.
Nur noch ein Satz fehlte zum Ausgleich für die TGL.
Doch Zavarykina kämpfte sich zurück. Mit 11:6 und 11:5 erzwang sie den Entscheidungssatz.
Und dieser fünfte Durchgang war nichts für schwache Nerven.
Sonja blieb dran, kämpfte um jeden Punkt und war bis zum Schluss mitten im Match.
Beim 9:11 fehlten letztlich gerade einmal zwei Bälle.
Ein Punkt für Kolbermoor auf dem Spielbogen – aber gleichzeitig ein Match, das zeigt, wie nah die TGL an diesem Nachmittag dran war.
Lorena Morsch liefert die perfekte Antwort
Beim Stand von 1:4 brauchte Langenselbold dringend ein Erfolgserlebnis.
Und Lorena Morsch lieferte.
Gegen Enisa Sadikovic startete Lorena furios und gewann die ersten beiden Sätze jeweils mit 11:6.
Sadikovic verkürzte im dritten Durchgang, doch Lorena ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Im vierten Satz machte sie den Sack zu.
11:9 – 3:1 für Lorena Morsch! 💙
Ein starker Auftritt und der zweite Langenselbolder Punkt.
Kaufmann behauptet sich gegen Sally Moyland
Im Spitzeneinzel traf Sally Moyland anschließend auf Annett Kaufmann.
Kaufmann gewann den ersten Satz, doch Sally antwortete im zweiten Durchgang nervenstark mit 12:10.
Auch danach blieb die Begegnung umkämpft. Den vierten Satz entschied Kaufmann erst mit 11:9 und gewann damit 3:1.
Kolbermoor fehlte nun nur noch ein Punkt.
Sophia Klee führt 2:0 – und wieder entscheidet der fünfte Satz
Doch unsere Mannschaft gab sich nicht geschlagen.
Sophia Klee startete gegen Chi-Shiuan Chen spektakulär in ihr zweites Einzel.
11:2 im ersten Satz!
Auch den zweiten Durchgang holte sich Sophia – diesmal knapp mit 12:10.
Erneut führte eine Langenselbolder Spielerin mit 2:0 Sätzen.
Der dritte TGL-Punkt war zum Greifen nah.
Doch Chen kämpfte sich zurück und gewann die nächsten beiden Sätze.
Wieder musste ein fünfter Durchgang entscheiden.
Sophia kämpfte, doch am Ende setzte sich Chen mit 11:8 durch.
Damit war der Mannschaftskampf entschieden.
Ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur teilweise widerspiegelt
Natürlich geht der Sieg an Kolbermoor. Doch gerade dieser Nachmittag zeigte einmal mehr, wie schmal der Grat in der Bundesliga zwischen Erfolg und Niederlage sein kann.
Sonja Roggenhofer führte mit 2:0 und verlor erst 9:11 im fünften Satz.
Sophia Klee lag ebenfalls bereits 2:0 vorne, ehe Chi-Shiuan Chen das Match noch drehen konnte.
Sally Moyland und Sophia Klee entschieden dagegen ihren eigenen Fünfsatzkrimi im Doppel mit 13:11 für die TGL.
Und Lorena Morsch belohnte eine starke Vorstellung mit einem verdienten 3:1-Einzelerfolg.
Doppel-Krimi
Moyland/Klee gewinnen den Entscheidungssatz mit 13:11.
Starke Lorena
Lorena Morsch holt mit einem 3:1 den zweiten Punkt für die TGL.
Ganz nah dran
Zwei weitere Partien gingen trotz 2:0-Führung erst im fünften Satz verloren.
Genau diese Spiele gehören zur Bundesliga-Reise
Nach exakt drei Stunden war die Begegnung beendet. Kolbermoor gewann insgesamt mit 21:12 Sätzen und 329:295 Bällen.
Doch Zahlen erzählen eben nicht immer alles.
An diesem Nachmittag fehlten in mehreren Situationen nur wenige Punkte, um den Mannschaftskampf deutlich enger zu gestalten. Genau solche Begegnungen liefern Erfahrung – und zeigen gleichzeitig, dass unsere Mannschaft auf diesem Niveau keineswegs nur zuschaut.
Sie hält dagegen. Sie bekommt ihre Chancen. Und sie kämpft um jeden einzelnen Ball.
Darauf lässt sich aufbauen.
Heute fehlten manchmal nur zwei oder drei Bälle. Beim nächsten Mal fallen genau diese Bälle vielleicht auf unsere Seite. Weiterkämpfen!




