Krimi bis ins Schlussdoppel: TG Langenselbold VII erkämpft 8:8 in Bruchköbel
Was für ein Tischtennisvormittag! Die TG 1953 Langenselbold VII und die SG Bruchköbel 1868 IV lieferten sich einen fast vierstündigen Schlagabtausch, bei dem bis zum allerletzten Spiel alles möglich war. Am Ende belohnte sich unsere Siebte mit einem hart erkämpften 8:8-Unentschieden.
Kevin Beier und Luis Runkel mussten gewinnen, um noch einen Punkt mit nach Langenselbold zu nehmen. Mit einem starken 3:0 ließen sie keinen Zweifel aufkommen und machten das 8:8 perfekt.
Die Begegnung war von Beginn an hart umkämpft. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, immer wieder wechselte das Momentum – und genau deshalb entwickelte sich ein echter Kreisliga-Krimi.
Am Ende standen 16 gespielte Begegnungen, insgesamt 60 Sätze und zahlreiche enge Entscheidungen auf dem Spielbogen. Die TGL bewies dabei vor allem eines: Sie blieb auch dann ruhig und kämpfte weiter, als die Partie kurz vor Schluss zu kippen drohte.
Rückstand nach den Eingangsdoppeln
Der Start verlief zunächst nicht optimal. Malte Jochum und Luca Simon mussten sich Marten Sternitzke und Franziskus Horstmann mit 1:3 geschlagen geben.
Dafür sorgten Kevin Beier und Luis Runkel gegen Hari Grewal und Michelle Schmidt für den ersten Langenselbolder Punkt. Nach verlorenem ersten Satz drehten sie das Match und gewannen die folgenden drei Durchgänge.
Im dritten Doppel entwickelte sich zwischen Oliver Stöhr und Oliver Franz sowie Stefan Dechert und Sebastian Radtke bereits der erste große Krimi des Tages.
Fünf Sätze waren notwendig. Stöhr und Franz kämpften sich zweimal zurück, mussten den Entscheidungssatz aber schließlich mit 7:11 abgeben.
Bruchköbel erwischt den etwas besseren Start.
Stöhr und Beier drehen die Partie
In den Einzeln folgte jedoch sofort die Antwort unserer Mannschaft.
Oliver Stöhr setzte sich gegen Marten Sternitzke nach vier umkämpften Sätzen mit 3:1 durch. Dabei gewann er unter anderem den zweiten Satz mit 13:11 und den dritten mit 12:10.
Anschließend zeigte Kevin Beier gegen Hari Grewal eine beeindruckend souveräne Leistung. Mit 11:3, 11:2 und 11:6 ließ er seinem Gegner kaum eine Chance.
Aus 1:2 wird 3:2 für Langenselbold!
Bruchköbel glich durch Michelle Schmidt gegen Luca Simon wieder aus. Doch Malte Jochum brachte die TGL anschließend erneut nach vorne.
Malte Jochum gewinnt den ersten Fünfsatzkrimi
Gegen Stefan Dechert entwickelte sich ein vollkommen offenes Match. Malte musste immer wieder Rückschläge verkraften und lag nach vier Sätzen bei 2:2.
Im Entscheidungssatz blieb er konzentriert und setzte sich mit 11:8 durch.
Danach schlugen die Gastgeber allerdings zurück. Oliver Franz musste sich Franziskus Horstmann mit 0:3 geschlagen geben, Luis Runkel unterlag Sebastian Radtke mit 1:3.
Damit ging Bruchköbel mit einer knappen 5:4-Führung in die zweite Einzelrunde.
Das vordere Paarkreuz liefert
Jetzt waren wieder Kevin Beier und Oliver Stöhr gefordert – und beide lieferten.
Kevin Beier ließ Marten Sternitzke beim 3:0 keine Chance. Nur wenig später machte es Oliver Stöhr gegen Hari Grewal genauso: 11:7, 11:6 und 11:4.
Besonders bemerkenswert: Kevin Beier und Oliver Stöhr blieben damit in ihren Einzeln an diesem Tag ungeschlagen und steuerten gemeinsam vier wichtige Mannschaftspunkte bei.
Bruchköbel lässt nicht locker
Doch auch die Gastgeber kämpften um jeden Ball.
Malte Jochum lieferte sich mit Michelle Schmidt einen weiteren Fünfsatzkrimi. Nach einer 2:0-Führung kämpfte sich Schmidt zurück. Der letzte Durchgang war an Spannung kaum zu überbieten und ging mit 11:9 an Bruchköbel.
Luca Simon antwortete darauf allerdings eindrucksvoll. Gegen Stefan Dechert gewann er mit 11:6, 11:5 und 11:7 klar mit 3:0.
7:6 für die TG Langenselbold!
Zwei Einzel waren noch zu spielen – und der Gesamtsieg war plötzlich zum Greifen nah.
Doch Franziskus Horstmann setzte sich gegen Luis Runkel mit 3:0 durch. Anschließend gewann Sebastian Radtke trotz verlorenem ersten Satz mit 3:1 gegen Oliver Franz.
Jetzt musste das Schlussdoppel entscheiden.
Beier und Runkel zeigen im entscheidenden Moment Nervenstärke
Nach fast vier Stunden Spielzeit lag nun die gesamte Verantwortung bei Kevin Beier und Luis Runkel.
Eine Niederlage hätte das 7:9 bedeutet. Ein Sieg würde zumindest das verdiente Unentschieden sichern.
Doch Nervosität? Davon war auf Langenselbolder Seite kaum etwas zu sehen.
Kevin und Luis starteten mit 11:6 in das Schlussdoppel gegen Marten Sternitzke und Franziskus Horstmann.
Die folgenden beiden Sätze wurden deutlich enger – doch zweimal behielt die TGL beim 12:10 die Oberhand.
3:0 im Schlussdoppel – und damit 8:8!
Eine starke Mannschaftsleistung
Dieses Unentschieden war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Immer wenn Bruchköbel drohte davonzuziehen, fand Langenselbold eine Antwort.
Besonders stark präsentierte sich das vordere Paarkreuz. Kevin Beier und Oliver Stöhr gewannen jeweils beide Einzel und holten damit vier wichtige Punkte.
Luca Simon und Malte Jochum steuerten jeweils einen Einzelerfolg bei. Hinzu kamen die beiden Doppelpunkte von Beier/Runkel – darunter der vielleicht wichtigste Sieg des gesamten Tages im Schlussdoppel.
Nervenstärke
Beim 7:8 musste das Schlussdoppel sitzen – und die TGL gewann 3:0.
Starkes Spitzenpaarkreuz
Kevin Beier und Oliver Stöhr blieben in ihren vier Einzeln ungeschlagen.
Gemeinsam gekämpft
Bis zum letzten Ball blieb die Mannschaft im Spiel und belohnte sich mit einem Punkt.
Fast vier Stunden – und am Ende nimmt jeder einen Punkt mit
Nach 3 Stunden und 50 Minuten war dieser Tischtenniskrimi beendet. Auch die Zahlen unterstreichen die Ausgeglichenheit der Begegnung.
Bei den Sätzen lag Langenselbold mit 32:28 vorne, auch bei den Ballpunkten hatte die TGL mit 567:546 einen kleinen Vorteil.
Entscheidend ist aber vor allem eines: Unsere Siebte gab zu keinem Zeitpunkt auf. Selbst beim 7:8 kurz vor Schluss glaubte die Mannschaft weiter an ihre Chance – und wurde dafür belohnt.





