Nervenkrimi bis zum letzten Ball: TG Langenselbold V erkämpft 5:5 gegen Lieblos
Was für ein Tischtennisabend! Die TG 1953 Langenselbold V und der TTC 1962 Lieblos II haben sich in der Bezirksliga einen offenen Schlagabtausch geliefert. Nach zweieinhalb Stunden, sechs Fünfsatzspielen und zahlreichen engen Entscheidungen stand am Ende ein leistungsgerechtes 5:5-Unentschieden.
Beim Stand von 4:5 musste Liam Dickel die Niederlage verhindern. Im fünften Satz behielt er die Nerven und sicherte der TG mit einem 11:5 den entscheidenden Punkt zum 5:5.
Schon früh wurde deutlich, dass an diesem Abend kaum etwas zwischen beiden Mannschaften liegen würde. Die Begegnung war geprägt von engen Sätzen, langen Duellen und immer wieder wechselnden Drucksituationen.
Dass die TG am Ende bei 23:20 Sätzen und sogar 409:391 Bällen knapp vorne lag, zeigt, wie eng das Unentschieden tatsächlich zustande kam.
Schon die Doppel werden zum Nerventest
Bereits die beiden Eingangsdoppel gaben einen Vorgeschmack auf das, was die Zuschauer an diesem Abend erwarten sollte.
Kevin Beier und Ingo Korn erwischten gegen Marco Günther und Michael Helmke einen schwierigen Start und verloren den ersten Satz deutlich mit 1:11. Doch das Langenselbolder Duo kämpfte sich zurück, gewann die nächsten beiden Durchgänge und hatte plötzlich die Führung auf seiner Seite.
Danach entwickelte sich ein echter Krimi. Die Sätze vier und fünf gingen jeweils denkbar knapp mit 11:13 an Lieblos. Damit musste sich die TG trotz einer starken Aufholjagd mit 2:3 geschlagen geben.
Im zweiten Doppel machten es Artur Dieser und Liam Dickel kaum weniger spannend. Gegen Tom Häfner und Tim Reibling ging es ebenfalls über die volle Distanz.
Beim Stand von 2:2 musste der fünfte Satz entscheiden. Dort behielten Dieser und Dickel die Nerven und holten mit 11:9 den wichtigen Ausgleich zum 1:1.
Artur Dieser setzt das erste Ausrufezeichen
Im ersten Einzel zeigte Artur Dieser anschließend, dass er an diesem Abend richtig gut aufgelegt war.
Gegen Marco Günther ließ er überhaupt nichts anbrennen und gewann mit 11:4, 11:7 und 11:4 klar in drei Sätzen. Die TG lag damit erstmals mit 2:1 vorne.
Lieblos antwortete allerdings sofort. Kevin Beier musste sich Tom Häfner mit 0:3 geschlagen geben.
Danach folgten zwei Partien, die aus Langenselbolder Sicht kaum bitterer hätten enden können.
Zwei Fünfsatzkrimis gehen an die Gäste
Ingo Korn begann gegen Tim Reibling stark und ging mit 2:0 Sätzen in Führung. Vor allem der zweite Durchgang war beim 16:14 hart umkämpft.
Doch Reibling kämpfte sich zurück. Nach fünf Sätzen musste sich Ingo schließlich mit 8:11 im Entscheidungssatz geschlagen geben.
Direkt danach entwickelte sich zwischen Liam Dickel und Michael Helmke der nächste Fünfsatzkrimi.
Auch hier wechselte das Momentum ständig. Liam gewann den ersten und dritten Satz, Helmke den zweiten und vierten. Wieder musste der fünfte Durchgang entscheiden. Dort hatte Lieblos beim 11:7 das bessere Ende für sich.
Zwei enge Fünfsatzniederlagen bringen die TG unter Druck.
Dieser und Beier bringen die TG zurück
Jetzt brauchte Langenselbold eine Antwort – und die kam.
Artur Dieser bestätigte seine starke Form auch in seinem zweiten Einzel. Gegen Tom Häfner spielte er erneut äußerst souverän und gewann mit 11:6, 12:10 und 11:8.
Zwei Einzel, zwei klare 3:0-Siege – ein richtig starker Abend von Artur.
Anschließend sorgte Kevin Beier für den Ausgleich. Gegen Marco Günther gewann er die ersten beiden Sätze mit 12:10 und 11:9. Nach dem verlorenen dritten Durchgang ließ Kevin im vierten Satz nichts mehr anbrennen und machte mit einem deutlichen 11:3 den 3:1-Erfolg perfekt.
Wieder fünf Sätze – wieder maximale Spannung
Jetzt ging es in die beiden letzten Einzel des Abends.
Ingo Korn traf auf Michael Helmke und musste zunächst einem 0:2-Satzrückstand hinterherlaufen.
Doch Ingo gab sich nicht geschlagen. Mit 11:5 und 11:8 kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und erzwang erneut den Entscheidungssatz.
Dort fehlten am Ende nur zwei Punkte. Mit 9:11 ging der fünfte Satz an Helmke – und Lieblos führte vor dem letzten Einzel mit 5:4.
Jetzt musste Liam Dickel gewinnen, um zumindest einen Punkt in Langenselbold zu behalten.
Liam Dickel behält die Nerven und rettet den Punkt
Das letzte Einzel des Abends passte perfekt zu dieser Begegnung. Natürlich ging auch dieses Match über fünf Sätze.
Liam Dickel startete gegen Tim Reibling mit einem 11:7-Erfolg, musste anschließend aber die nächsten beiden Durchgänge abgeben.
Damit stand Liam mit dem Rücken zur Wand.
Doch genau in diesem Moment zeigte er Nervenstärke. Mit 11:6 holte er sich den vierten Satz und erzwang den alles entscheidenden fünften Durchgang.
Dort ließ er keinen Zweifel mehr aufkommen.
11:5 – Spiel, Satz und Punkt für Langenselbold!
Mit dem 3:2-Erfolg machte Liam den 5:5-Endstand perfekt und sorgte dafür, dass sich die TG für ihren Kampf an diesem Abend mit einem Punkt belohnte.
Ein Unentschieden, das sich jeder hart erarbeiten musste
Sechs der zehn Begegnungen wurden erst im fünften Satz entschieden. Allein diese Zahl zeigt, wie eng dieser Abend war.
Besonders stark präsentierte sich Artur Dieser, der beide Einzel klar mit 3:0 gewann und gemeinsam mit Liam Dickel auch im Doppel erfolgreich war.
Aber auch der letzte Punkt hatte eine besondere Bedeutung: Beim Stand von 4:5 und mit dem Druck der gesamten Begegnung auf den Schultern kämpfte sich Liam Dickel in seinem Einzel zurück und verhinderte die Niederlage.
Sechs Fünfsatzspiele
Kaum eine Begegnung war früh entschieden – Spannung war garantiert.
Starke Moral
Auch beim 2:4 und 4:5 blieb die TG im Spiel und kämpfte weiter.
Punkt gerettet
Liam Dickel machte im letzten Match das verdiente 5:5 perfekt.
Zahlen, die zeigen, wie eng es wirklich war
Nach 2 Stunden und 30 Minuten war die Partie beendet. Trotz des 5:5-Unentschiedens hatte Langenselbold sowohl bei den Sätzen als auch bei den Ballpunkten knapp die Nase vorne.
Mit 23:20 Sätzen und 409:391 Bällen unterstreicht auch die Statistik, wie umkämpft diese Begegnung war.
Am Ende nehmen beide Mannschaften einen Punkt mit – und die TG kann sich vor allem darüber freuen, auch unter Druck bis zum letzten Ballwechsel alles gegeben zu haben.





