Comeback verpufft: TG Langenselbold verliert Regionalliga-Heimspiel gegen Fulda-Maberzell II mit 4:6
Vier Fünfsatzschlachten, ein mutiges Comeback vom 0:3-Rückstand auf 4:3, und am Ende doch eine Niederlage, die wehtut. Die erste Mannschaft der TG 1953 Langenselbold verlor das Regionalliga-Heimspiel gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell II mit 4:6.
TG 1953 Langenselbold vs. TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell II | Endstand: 4:6
Ein schwieriger Start in die Doppel
Pünktlich um 15:00 Uhr pfiff der Schiedsrichter an. 59 Zuschauer hatten den Weg in die Halle gefunden, und die Stimmung war von Beginn an aufgeladen. Doch die Doppel entwickelten sich schnell zum Problem für die TGL.
Im ersten Doppel lieferten Andreas Schreitz und Adam Janicki gegen Torsten Mähner und Ben-Luca Köhler noch einen richtig zähen Kampf. Nach dem deutlichen Satzverlust im ersten Durchgang (5:11) und dem klaren Gegenschlag im zweiten (11:2) war das Duell offen. Der dritte Satz wurde zum ersten Highlight des Nachmittags: 13:15 nach Verlängerung, eine bittere Führung für die Gäste, die schließlich auch den vierten Satz mit 9:11 für sich entschieden. 0:1.
Das zweite Doppel bot weniger Gegenwehr. Jannes Dettmar und Andreas Gehm unterlagen Alexey Tronin und Florian Hans in drei Sätzen (8:11, 9:11, 10:12), wobei auch der dritte Durchgang erst nach Verlängerung entschieden war. Die TGL ging mit einem 0:2-Rückstand in die Einzelserie, kein idealer Start.
0:3, und dann begann das Comeback
Auch das erste Einzel brachte keine Erleichterung. Andreas Schreitz startete gegen Alexey Tronin vielversprechend mit einem 11:9 im Auftaktsatz, verlor dann aber die nächsten drei und musste sich 1:3 geschlagen geben. 0:3, ein Loch, aus dem nur wenige Mannschaften wieder herausklettern.
Doch dann: Jannes Dettmar gegen Torsten Mähner. In vier Sätzen (11:6, 11:7, 10:12, 11:9) kämpfte sich Dettmar zum 1:3-Anschluss. Der dritte Satz war dabei der einzige Stolperstein, am Ende aber klar verdient. Die Halle durfte wieder hoffen.
Verlauf der Begegnung
| Spiel | Paarung (TGL, Gast) | Ergebnis | Stand |
|---|---|---|---|
| 1 | Schreitz/Janicki, Mähner/Köhler | 1:3 | 0:1 |
| 2 | Dettmar/Gehm, Tronin/Hans | 0:3 | 0:2 |
| 3 | Andreas Schreitz, Alexey Tronin | 1:3 | 0:3 |
| 4 | Jannes Dettmar, Torsten Mähner | 3:1 | 1:3 |
| 5 | Adam Janicki, Ben-Luca Köhler | 3:2 | 2:3 |
| 6 | Andreas Gehm, Florian Hans | 3:1 | 3:3 |
| 7 | Andreas Schreitz, Torsten Mähner | 3:2 | 4:3 |
| 8 | Jannes Dettmar, Alexey Tronin | 2:3 | 4:4 |
| 9 | Adam Janicki, Florian Hans | 2:3 | 4:5 |
| 10 | Andreas Gehm, Ben-Luca Köhler | 0:3 | 4:6 |
Vier Fünfsatzschlachten, und die Wende auf 4:3
Was folgte, war der aufwühlendste Teil des Nachmittags. Adam Janicki gegen Ben-Luca Köhler war das erste von insgesamt vier Fünfsatzspielen an diesem Tag. Janicki gewann den Auftaktsatz mit 12:10, verlor dann zwei Sätze (9:11, 4:11) und schien auf der Verliererstraße. Doch Janicki stemmte sich dagegen, holte den vierten Satz (11:7) und entschied den fünften mit 11:8 für sich. Der Zwischenstand zeigte 2:3, die TGL war wieder dran.
Andreas Gehm legte nach. Gegen Florian Hans verlor Gehm den ersten Satz mit 7:11, antwortete aber mit einem 11:8 und einem hart erkämpften 13:11 nach Verlängerung. Der vierte Satz (11:5) machte es deutlich: 3:1 für Gehm, 3:3 im Mannschaftskampf. Die Halle war wieder hellwach.
Jetzt war die TGL erstmals nahe dran, die Partie zu drehen. Und tatsächlich gelang es Andreas Schreitz. Im zweiten Aufeinandertreffen des Abends mit Torsten Mähner verlor Schreitz den ersten Satz deutlich (3:11), rettete sich dann aber in Satz zwei und drei (11:6, 11:6). Nach einem Rückschlag im vierten Satz (4:11) stand alles auf fünf, und Schreitz behielt im Entscheidungssatz mit 11:6 die Nerven. 4:3 für die TGL. Was für eine Wende!
Die letzten drei Spiele, und das Ende der Hoffnung
Doch der Gast aus Fulda-Maberzell ließ sich nicht beirren. Jannes Dettmar geriet gegen Alexey Tronin in ein weiteres wildes Fünfsatzduell: Nach 11:4 im ersten Satz und wechselnden Verläufen (9:11, 4:11, 11:7) entschied Tronin den fünften mit 11:6. 4:4, und wieder war der Ausgang völlig offen.
Adam Janicki gegen Florian Hans war das letzte Fünfsatzspiel des Abends. Janicki verlor den ersten Satz (7:11), holte sich die nächsten beiden (11:9, 11:3) und schien auf Kurs. Doch Hans blieb im Rennen, gewann den vierten Satz mit 12:10 nach Verlängerung und setzte sich im fünften mit 11:4 durch. 4:5, Fulda-Maberzell lag vorne, und die TGL musste nun zwingend gewinnen.
Das entscheidende Spiel fiel Andreas Gehm zu, der gegen Ben-Luca Köhler den Mannschaftskampf retten sollte. Doch Köhler ließ keine Chance: 11:1, 11:7, 11:7, klare Sätze für den Gast, der Endstand war besiegelt. 4:6 aus Sicht der TGL.
Spieler des Abends
Alle vier TGL-Spieler beendeten den Tag mit einer ausgeglichenen Einzelbilanz von je 1:1. Herausstechen darf an diesem Sonntag Adam Janicki, der zwei Fünfsatzpartien bestritt und eine davon gewann. Andreas Schreitz drehte sein zweites Einzel ebenfalls über fünf Sätze zum TGL-Punkt. Andreas Gehm zeigte mit seinem Drei-Satz-Sieg gegen Florian Hans (inklusive 13:11-Verlängerungssatz) eine starke Partie. Und Jannes Dettmar kämpfte sich in beiden Einzeln über weite Strecken ins Spiel.
Endstand
4:6
TG 1953 Langenselbold, TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell II
Regionalliga West | 27. September 2026 | Sätze 18:24 | Bälle 370:394 | 59 ZuschauerFazit
Was bleibt, ist eine Niederlage, die nicht glatt war, sondern erkämpft, umkämpft und bis zum letzten Spiel offen. Vom 0:3-Rückstand auf 4:3 aufzuholen zeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Vier Fünfsatzspiele und 14 knappe Sätze sprechen eine deutliche Sprache: Die TG Langenselbold war an diesem Sonntag nah dran. Doch Regionalliga-Punkte gibt es nur für Siege.





