3:9 in Großkrotzenburg: Trotz kämpferischer Momente ohne Chance
Die TG 1953 Langenselbold X trat am Sonntagvormittag beim TV 1884 Großkrotzenburg II an, und erlebte einen langen, zermürbenden Kampf, der am Ende mit 3:9 verloren ging. Doch wer hinter das Ergebnis schaut, findet durchaus Momente, die Mut machen.
Die Doppel: Früh im Rückstand, mit einem Lichtblick
Die Doppelrunde begann wenig verheißungsvoll. Norbert Krebs und Bernard Walkiewicz verloren gegen Jakob Mohler und Alexander Lindner klar in drei Sätzen (7:11, 2:11, 3:11), ebenso gerieten Andrzey Jedrejczyk und Vincent Enz gegen Wolfgang Abel und Konstantin Kuzel ins Hintertreffen, nach einem zwischenzeitlichen Satzgewinn zum 1:2 unterlagen sie schließlich 1:3. Damit stand es nach den Doppeln 1:2 aus TGL-Sicht.
Den einzigen Doppelerfolg und das absolute Highlight der Begegnungseröffnung lieferten Olaf Dettmar und Sven Nowak. Gegen Steffen Isfort und Mike Dirks entwickelte sich ein Fünf-Satz-Drama der besonderen Art: Nach einer 2:1-Satzführung gerieten die beiden noch einmal unter Druck, retteten sich in den fünften Satz und gewannen diesen mit 14:12. Zuvor hatten sie den dritten Satz erst nach einer dramatischen Verlängerung mit 17:19 abgegeben, Werbung pur für das Tischtennis am Sonntagmorgen. Am Ende hieß es 3:2 in Sätzen: Punkt für die TGL, Zwischenstand 1:1.
Die Einzel: Licht und Schatten im Wechsel
In der Einzelrunde zeigte sich schnell, dass der Gegner an diesem Tag das stärkere Team stellte. Das erste Einzel gehörte zu den aufreibendsten Partien des gesamten Tages: Norbert Krebs lieferte Steffen Isfort über fünf Sätze alles ab, führte zwischenzeitlich mit 2:1 in Sätzen, doch im Entscheidungssatz hieß es am Ende 12:14, und Großkrotzenburg schnappte sich den Punkt. Ein bitterer Ausgang nach so viel investierter Energie, der den Zwischenstand auf 1:3 stellte.
Olaf Dettmar machte es kurz darauf besser: Gegen Mike Dirks gewann Dettmar sicher in vier Sätzen (11:5, 11:2, 9:11, 11:7) und verkürzte auf 2:3. Sven Nowak setzte sogar noch einen drauf: Ein glatter 3:0-Sieg gegen Alexander Lindner (13:11, 12:10, 11:3) brachte die TGL wieder auf 3:4 heran, beide Punkte kurz hintereinander, plötzlich war wieder etwas drin.
Doch der TV Großkrotzenburg II ließ sich nicht beirren. Vincent Enz und Bernard Walkiewicz verloren ihre Einzel jeweils klar in drei Sätzen, Andrzey Jedrejczyk unterlag Jakob Mohler in vier Sätzen. Der Gegner zog Stück für Stück davon, und nach dem 3:6 war der Spielraum für die TGL endgültig aufgebraucht.
Der Abschluss: Endstand besiegelt
Olaf Dettmar und Norbert Krebs verloren ihre zweiten Einzel gegen Steffen Isfort beziehungsweise Mike Dirks jeweils klar in drei Sätzen. Den Schlusspunkt setzte das Einzel zwischen Sven Nowak und Jakob Mohler: Nowak kämpfte sich noch einmal in die Partie, gewann den dritten Satz mit 11:9, doch im vierten Satz entschied Mohler die Begegnung mit 11:3 für sich. Zwischenstand und Endstand: 3:9. Die drei verbleibenden Spiele wurden nicht mehr ausgetragen.
Endergebnis
3:9
TG 1953 Langenselbold X beim TV 1884 Großkrotzenburg II
Sätze: 14:30 | Bälle: 355:453
Spieler des Tages
Herausgehoben werden muss das starke Duo Olaf Dettmar und Sven Nowak, das mit dem Fünfsatz-Doppel und je einem Einzelsieg die drei TGL-Punkte des Tages einholte. Auch Norbert Krebs lieferte im Einzel gegen Steffen Isfort alles ab, fünf Sätze, bis zum letzten Ball, auch wenn am Ende der Gegner die Nase vorn hatte.
Fazit
Das 3:9 ist eine deutliche Niederlage, an der nichts schönzureden ist. Großkrotzenburg II war an diesem Sonntagmorgen schlicht das bessere Team. Dennoch: Die TG 1953 Langenselbold X hat an mehreren Stellen gezeigt, dass sie dazu in der Lage ist, hart zu kämpfen und engen Partien standzuhalten. Das Doppel von Olaf Dettmar und Sven Nowak und die Phase, in der die TGL auf 3:4 verkürzte, sind Momente, auf die man aufbauen kann. Die Saison 2026/27 hat gerade erst begonnen, und es gibt genug, woraus man lernen kann.





