Unter dem Strich 1:9: TG Langenselbold VI kämpft in Salmünster ohne Belohnung
Freitag, 25. September 2026, 20:15 Uhr: Die sechste Mannschaft der TG 1953 Langenselbold tritt beim TTC Salmünster 1950 IV an, und kehrt nach gut zwei Stunden mit einem 1:9 im Gepäck nach Hause zurück. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache, doch der Abend hatte mehr zu bieten als das bloße Endergebnis.
Durchwachsener Start: Beide Doppel gehen verloren
Den Auftakt machten die Doppel, und schon hier zeigte sich, wie schwer der Gegner heute zu knacken sein würde. Das Duo Malte Jochum und Cora Leißner lieferte gegen Martìn Lucas Rompeltien Loyala und Simon Lotz eine engagierte Partie über fünf Sätze. Nach dem Satzstand von 1:2 schien eine Wende möglich, doch die Gastgeber behielten mit 11:8 im Entscheidungssatz die Oberhand, 7:11, 11:8, 11:6, 9:11, 8:11. Ein Fünfsatzmatch, das durchaus in die andere Richtung hätte kippen können.
Rainer Kruschel und Adrian Nitsch versuchten im zweiten Doppel gegen Eugen Leibman und Yusuf Onar dagegenzuhalten. Nach gewonnenem zweiten Satz mit 11:8 ließ die Salmünsterer Paarung aber nichts mehr anbrennen und entschied das Doppel mit 1:3 Sätzen für sich. Das TGL-Team startete damit mit 0:2 in den Abend.
Lichtblick: Ingo Korn zeigt, was möglich ist
Dann das erste Einzel, und Cora Leißner musste sich Martìn Lucas Rompeltien Loyala glatt mit 0:3 Sätzen geschlagen geben (6:11, 7:11, 9:11). Der Zwischenstand wuchs auf 0:3 an.
Es war ein Funken Hoffnung, doch der verpuffte schnell wieder. Malte Jochum verlor das folgende Einzel gegen Yusuf Onar mit 1:3 Sätzen (11:7, 4:11, 6:11, 5:11), und Rainer Kruschel unterlag Simon Lotz ebenfalls mit 1:3 (9:11, 11:1, 6:11, 7:11). Der Salmünsterer Vorsprung wuchs auf 1:5.
Die Vorentscheidung fällt im dritten Satz
Mit dem siebten Spiel fiel die endgültige Vorentscheidung des Abends. Ingo Korn, der zuvor noch so überzeugend gewonnen hatte, traf nun auf Martìn Lucas Rompeltien Loyala, und diesmal war es kein Spaziergang für die Gastgeber.
Das Spiel des Abends: Ingo Korn gegen Martìn Lucas Rompeltien Loyala
7:11, 9:11, und dann ein dritter Satz, der bis zum 10:12 dauerte. Zwölf Sätze hieß es im Entscheidungssatz, und Korn war dicht dran. Am Ende hieß es 10:12 für die Gastgeber. Mit dem Spielstand von 1:6 war die Begegnung damit rechnerisch entschieden.
Was folgte, war das Auskämpfen der verbliebenen Einzelpartien. Cora Leißner verlor gegen Eugen Leibman mit 0:3 (1:11, 3:11, 7:11), Rainer Kruschel unterlag Yusuf Onar in drei Sätzen (4:11, 6:11, 7:11). Nach neun Spielen stand es 1:8.
Letzter Auftritt: Malte Jochum kämpft bis zum Schluss
Das abschließende Einzel zwischen Malte Jochum und Simon Lotz hätte als stille Formsache enden können, wurde aber zum längsten Duell des Abends. Jochum gewann den ersten Satz deutlich mit 11:4, verlor den zweiten mit 8:11, holte sich den vierten Satz mit 11:6 zurück. Doch im Entscheidungssatz setzte sich Lotz mit 11:8 durch und beendete den Abend mit dem 9:1-Endstand für Salmünster.
Über sieben knappe Sätze verteilten sich auf den gesamten Abend, die Ballzahlen von 292:360 zeigen, dass viele Punkte hart umkämpft waren, auch wenn das Mannschaftsergebnis eine andere Erzählung zu schreiben scheint.
Endergebnis
1:9
TG 1953 Langenselbold VI gegen TTC Salmünster 1950 IV
Auswärtsspiel, Bezirksklasse Gr. 6, 25.09.2026Fazit
Es war ein langer Freitagabend in Salmünster, der bis 22:40 Uhr dauerte, und der mit einer deutlichen 1:9-Niederlage endete. Die sechste Mannschaft konnte dem stark aufspielenden Gastgeber heute nur selten Paroli bieten. Ingo Korn glänzte mit einem makellosen Dreisatzsieg und bewies, dass die TGL auch an diesem Abend nicht kampflos aufgab. Zwei Fünfsatzspiele, ein umkämpfter Verlängerungssatz bis 10:12, sieben knappe Sätze insgesamt, das sind die Zeichen einer Mannschaft, die kämpft, auch wenn es nicht reicht.
Beim nächsten Aufeinandertreffen soll es besser laufen. Die Erfahrungen dieses Abends nehmen Korn, Cora Leißner, Kruschel und Jochum mit, und die Motivation, es beim nächsten Mal besser zu machen, dürfte nach einem solchen Abend nicht kleiner geworden sein.





