Drei Doppel, zwei Einzelpunkte: TG Langenselbold VII unterliegt Bischofsheim mit 2:9
Freitagabend, 20:00 Uhr, Heimspiel in der Kreisliga Gr. 2: Die siebte Mannschaft der TG 1953 Langenselbold empfing die TS 1886 Bischofsheim. Was folgte, war ein zäher, langer Abend, an dem die Gäste ihre Klasse über weite Strecken deutlich zeigten, und unsere Mannschaft kämpfte, ohne die erhoffte Belohnung einzufahren.
Der schwierige Doppelauftakt
Bereits in den Doppeln zeichnete sich ab, wie der Abend verlaufen würde. Andreas Graupner und Luis Runkel eröffneten gegen Robert Schmidt und Patrick Wächter, verloren alle drei Sätze knapp und mussten den ersten Punkt abgeben. Der Zwischenstand nach dem ersten Doppel: 0:1.
Besonders schmerzhaft war das zweite Doppel: Oliver Stöhr und Lennard Roberts kämpften gegen Axel Rose und Markus Brosowski über fünf Sätze. Die TGL-Paarung holte sich den zweiten und dritten Satz, ehe die Gäste im vierten und entscheidenden fünften Durchgang mit 13:11 die Oberhand behielten. Ein Fünfsatzmatch, das hätte kippen können, und dann wäre plötzlich ein anderer Abend möglich gewesen. Doch es blieb beim 0:2.
Auch das dritte Doppel endete über die volle Distanz: Oliver Franz und Paul Aina kämpften gegen Andrei Raciuc und Kevin Rikord ebenfalls fünf Sätze lang, holten den ersten und dritten Durchgang, verloren aber letztlich mit 2:3. Alle drei Doppel gingen an die Gäste, ein 0:3-Rückstand nach dem Auftakt, aus dem sich in einem solchen Format nur schwer zurückzukehren ist.
Die Einzelrunde: Kämpfen ohne Fortune
Oliver Stöhr eröffnete die Einzelserie gegen Robert Schmidt. Bereits im ersten Satz wäre mehr drin gewesen: 13:15 nach Verlängerung, ein Satz, der hätte fallen können. Am Ende verlor Oliver Stöhr dennoch glatt in drei Sätzen, und das Ergebnis schraubte sich auf 0:4.
Lennard Roberts gegen Axel Rose: Auch hier zeigte sich das Muster des Abends. Im zweiten Satz wurde es eng, 12:14 nach Verlängerung, aber der Punkt blieb bei den Gästen. 0:5 nach fünf Begegnungen.
Lichtblick: Andreas Graupner holt den ersten Punkt
In Spiel sechs brachte Andreas Graupner gegen Patrick Wächter die ersehnte Wende, zumindest für einen Moment. Graupner holte den ersten und dritten Satz, ließ sich den zweiten entgleiten, schnappte sich aber den dritten und vierten Durchgang jeweils mit 12:10. Ein konzentrierter, konsequenter Auftritt: 3:1-Satzsieg und der erste TGL-Punkt des Abends. 1:5.
Luis Runkel gegen Markus Brosowski brachte das nächste knappe Kapitel: Im dritten Satz hieß es 12:14 nach Verlängerung, ein Muster, das sich durch diesen Abend zog wie ein roter Faden. Runkel holte den zweiten Satz, verlor aber insgesamt mit 1:3. Zwischenstand: 1:6.
Oliver Franz lieferte in Spiel acht gegen Kevin Rikord ein weiteres Fünfsatzspiel. Zweimal sah es so aus, als könnte ein Punkt fallen, der zweite und dritte Satz gingen an Oliver Franz, doch im fünften Durchgang entschied Rikord mit 11:7 für sich. 1:7 aus TGL-Sicht.
Zweiter Lichtblick: Paul Aina überzeugt gegen Andrei Raciuc
Paul Aina sorgte in Spiel neun für den zweiten TGL-Erfolg des Abends. Gegen Andrei Raciuc gewann Aina die ersten beiden Sätze, verlor den dritten knapp mit 10:12, ließ im vierten aber nichts mehr anbrennen: 11:2. Ein klarer, überzeugender Schlusspunkt im eigenen Spiel. 2:7 für die TGL.
Das entscheidende Spiel
Mit dem Stand von 2:7 lag der neunte Gästepunkt noch in der Luft, aber die Vorzeichen waren eindeutig. Oliver Stöhr verlor in Spiel zehn gegen Axel Rose klar in drei Sätzen, 2:8. Dann war es an Lennard Roberts gegen Robert Schmidt: Drei Sätze, 6:11, 7:11, 6:11, Roberts musste sich geschlagen geben, und damit war die Begegnung mit dem Ergebnis 2:9 entschieden. Die vier verbliebenen Spiele wurden nicht mehr ausgetragen.
Endergebnis
2:9
TG 1953 Langenselbold VII, TS 1886 Bischofsheim
Sätze 13:29 | Bälle 390:440 | Kreisliga Gr. 2 | 25.09.2026
Fazit
Eine deutliche Niederlage, kein Zweifel daran. Die TS 1886 Bischofsheim war an diesem Freitagabend über die gesamte Begegnung hinweg das stärkere Team und verdiente sich den Sieg ohne große Mühe. Und doch: Das Bild, das sich in der Satzstatistik zeigt, erzählt eine Geschichte voller enger Gefechte. Drei Fünfsatzspiele allein in den Doppeln, dazu weitere knappe Verläufe in den Einzeln, 19 Sätze über die reguläre Punktgrenze hinaus gingen durch die Halle.
Andreas Graupner und Paul Aina holten ihre Einzelpunkte verdient und zeigten, dass in diesem Team Qualität steckt. Für den Rest der Mannschaft gilt: Die Bälle waren oft nah, die Entscheidungen fielen selten zugunsten der TGL. Das lässt sich als Standortbestimmung nutzen, und als Antrieb für die nächste Begegnung.





