Stark gestartet, schnell unter Druck: TGL X unterliegt Großkrotzenburg II mit 4:9
Montagabend, 20:00 Uhr, Heimspiel in der 3. Kreisklasse Gr. 4 VR: Die 10. Mannschaft der TG 1953 Langenselbold empfing den TV 1884 Großkrotzenburg II. Nach einem verheißungsvollen ersten Doppel kippte die Begegnung früh zugunsten der Gäste. Am Ende stand ein 4:9 aus Sicht der TGL, obwohl das Team bis zuletzt nicht aufgab.
Die Doppel: Einmal jubeln, zweimal knapp verloren
Den Auftakt gestaltete das Doppel Jürgen Urban und Olaf Dettmar ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Gegen Wolfgang Abel und Stephanie Emrich zeigten die beiden eine souveräne Leistung und gewannen in drei Sätzen: 11:9, 11:8 und 11:8. Das erste Punkt der TGL, und die Halle konnte aufatmen.
Das zweite Doppel verlief weniger glücklich. Norbert Krebs und Sven Nowak standen Alexander Lindner und Bianca Niedenthal gegenüber und verloren klar in drei Sätzen mit 5:11, 11:13 und 4:11. Besonders der zweite Satz war eng umkämpft, blieb am Ende aber doch beim Gegner. Beim Zwischenstand 1:1 war noch alles offen.
Das dritte Doppel brachte Werner Schadt gemeinsam mit Gerhard Schwarz auf die Platte, die Partie gegen Steffen Isfort und Katharina Schwind ging jedoch deutlich verloren: 4:11, 8:11 und 6:11. Nach den Doppeln führte Großkrotzenburg II somit mit 2:1, und die TGL musste von da an stets einer Führung nachlaufen.
Erste Einzelrunde: Der Ausgleich und der erste Einbruch
Jürgen Urban eröffnete die Einzelrunde gegen Stephanie Emrich und ließ von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Der erste Satz war dennoch eine enge Angelegenheit und musste bis 15:13 ausgespielt werden, ehe Urban die Führung übernahm. Der zweite Satz folgte mit 11:9, der dritte mit 12:10. Ein klarer 3:0-Erfolg für den TGL-Spitzenspieler, der den Ausgleich zum 2:2 bedeutete. Für kurze Zeit war die Begegnung wieder ausgeglichen.
Doch dann folgte eine Phase, die dem Abend seine endgültige Richtung geben sollte. Olaf Dettmar gegen Bianca Niedenthal begann stark: Der erste Satz wurde souverän mit 11:3 gewonnen. Doch Niedenthal fand ins Spiel, gewann den zweiten Satz mit 11:8 und den dritten ebenfalls mit 11:7. Auch der vierte Satz blieb beim Gast mit 11:7, und so verlor Dettmar diese Begegnung nach einem hoffnungsvollen Auftakt noch mit 1:3. Zwischenstand: 2:3.
Norbert Krebs trat gegen Alexander Lindner an. Der erste Satz war ausgeglichen und ging an Krebs mit 12:10. Doch Lindner übernahm ab dem zweiten Durchgang die Kontrolle: 11:5, 11:9 und 11:8 lauteten die folgenden Sätze für die Gäste. Ein 1:3 aus TGL-Sicht, der Rückstand wuchs auf 2:4.
Sven Nowak spielte gegen Steffen Isfort. Ein Satzgewinn gelang Nowak, nämlich der zweite mit 11:5. Doch der erste Satz hatte schon mit 11:7 beim Gegner gelegen, der dritte und vierte folgten jeweils mit 11:7 für Isfort. Das 1:3 aus TGL-Perspektive bedeutete ein weiteres Minus, jetzt stand es 2:5.
Werner Schadt lieferte gegen Katharina Schwind eine der aufwühlendsten Partien des Abends. Der erste Satz ging mit 11:9 an die Gäste. Im zweiten Satz kämpfte sich Schadt zurück und rettete sich in die Verlängerung: Am Ende hieß es 16:14 für die TGL, der längste Satz des ganzen Abends. Doch Schwind antwortete und gewann den dritten Satz mit 11:9, und im vierten Durchgang setzte sich die Gästespielerin schließlich mit 11:5 durch. Ein 1:3 für die TGL, der Rückstand wuchs auf 2:6.
Vincent Enz traf auf Wolfgang Abel und verlor in drei Sätzen ohne Satzerfolg: 11:6, 11:4 und 11:6. Ein klares 0:3 aus TGL-Sicht, womit das Zwischenergebnis nach der ersten Einzelrunde bei 2:7 stand. Der Rückstand war jetzt auf fünf Punkte angewachsen, der höchste Rückstand der TGL in dieser Begegnung.
Die entscheidende Phase: Urban kämpft zurück, Olaf holt nach
Jetzt kam Jürgen Urban zum zweiten Mal auf die Platte, diesmal gegen Bianca Niedenthal. Und was für ein Spiel das werden sollte. Der erste Satz war ein echtes Hin und Her, das bis in die Verlängerung führte: 14:16 für Niedenthal. Es war ein Warnsignal, das Urban aber nicht beirrte. Satz zwei holte sich der TGL-Spieler mit 14:12 zurück. Der dritte Satz folgte mit einem klaren 11:6 für Urban, und auch im vierten ließ sich Niedenthal nicht abschütteln: 13:11 für die Gäste. Jetzt war es ein echter Fünfsatz-Showdown. Im Entscheidungssatz behielt Urban die Nerven und gewann mit 11:8. Ein eindrucksvolles 3:2, das den Spielstand auf 3:7 stellte und die Hoffnung am Leben hielt.
Olaf Dettmar trat nun gegen Stephanie Emrich an und zeigte eine deutlich verbesserte Leistung gegenüber seinem ersten Einzel. Satz für Satz arbeitete sich Dettmar durch: 11:7, 11:9 und 11:9. Ein makelloses 3:0, das den Zwischenstand auf 4:7 schraubte. Plötzlich war Großkrotzenburg II zwar weiter klar in Front, aber die TGL hatte Fahrt aufgenommen.
Schlussphase: Der Gegner zieht den Schlussstrich
Norbert Krebs spielte das zwölfte Spiel gegen Steffen Isfort. Der erste Satz ging nach Verlängerung mit 13:11 an die Gäste. Krebs antwortete mit einem 11:9 im zweiten Satz. Doch dann verlor er den dritten mit 11:4 und den vierten mit 11:8. Ein weiteres 1:3 aus TGL-Sicht, das den Stand auf 4:8 stellte.
Damit war die Entscheidung greifbar nah. Sven Nowak trat gegen Alexander Lindner an, und die Partie verlief einseitig: 11:5, 11:9 und 11:0 für Lindner. Mit dem 0:3 für Nowak war der neunte Gästepunkt errungen, der Zwischenstand 4:9. Die Begegnung war damit entschieden; die Partien Werner Schadt gegen Wolfgang Abel, Vincent Enz gegen Katharina Schwind sowie das abschließende Doppel Jürgen Urban und Olaf Dettmar gegen Alexander Lindner und Bianca Niedenthal wurden nicht mehr ausgetragen.
Unsere Spieler im Einzelnen
Jürgen Urban (Einzel 2:0, Doppel 1:0) war der starke Mann des Abends für die TGL. Im Doppel mit Olaf Dettmar gewann Urban souverän in drei Sätzen. Im ersten Einzel ließ Urban Stephanie Emrich in drei Sätzen mit knappen, aber klaren Sätzen keine Chance. Das zweite Einzel gegen Bianca Niedenthal war das Highlight des Abends: Urban verlor den ersten Satz in der Verlängerung mit 14:16, kämpfte sich aber über fünf Sätze zum Sieg. Als einziger TGL-Spieler blieb Urban im Einzel ungeschlagen.
Olaf Dettmar (Einzel 1:1, Doppel 1:0) zeigte einen Abend mit zwei Gesichtern. Das Doppel mit Urban gewann Dettmar klar. Im ersten Einzel gegen Bianca Niedenthal führte Dettmar mit 1:0 in den Sätzen, verlor dann aber drei in Folge. Im zweiten Einzel gegen Stephanie Emrich machte es Dettmar deutlich besser und holte ein glattes 3:0.
Norbert Krebs (Einzel 0:2, Doppel 0:1) hatte einen schweren Abend. Das Doppel mit Nowak ging verloren, und auch in beiden Einzeln reichte es jeweils nur zu einem Satzgewinn.
Sven Nowak (Einzel 0:2, Doppel 0:1) verlor das Doppel mit Krebs und konnte in beiden Einzeln nur je einen Satz für sich entscheiden. Der Auftritt gegen Alexander Lindner in der Schlussphase blieb ohne Satzgewinn.
Werner Schadt (Einzel 0:1, Doppel 0:1) lieferte im Einzel gegen Katharina Schwind eine kampfstarke Vorstellung, holte mit dem 16:14 im zweiten Satz die längste Verlängerung des Abends, musste sich am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben.
Gerhard Schwarz (Doppel 0:1) kam ausschließlich im Doppel mit Werner Schadt zum Einsatz, das die Gäste in drei Sätzen für sich entschieden.
Vincent Enz (Einzel 0:1) verlor sein Einzel gegen Wolfgang Abel in drei Sätzen ohne eigenen Satzgewinn.
Zahlen des Spiels
- Sätze gesamt: 17:29 für Großkrotzenburg II
- Bälle gesamt: 405:479 für Großkrotzenburg II
- Doppelbilanz: 1:2
- Fünfsatzspiele: 1 (Jürgen Urban gegen Bianca Niedenthal, 3:2)
- Knappe Sätze: 18
- Längste Verlängerungen: 16:14 (Werner Schadt/Katharina Schwind, Satz 2), 14:16 (Jürgen Urban/Bianca Niedenthal, Satz 1), 15:13 (Jürgen Urban/Stephanie Emrich, Satz 1)
- Glatte 3:0-Siege der TGL: 3
- Höchste TGL-Führung: 1:0
- Höchster TGL-Rückstand: 5 Punkte (2:7)
- Spielzeit: 20:00 bis 22:34 Uhr
Endergebnis
TGL X 4:9 TV 1884 Großkrotzenburg II
3. Kreisklasse Gr. 4 VR, Heimspiel, 19. Oktober 2026
Alle Ergebnisse im Überblick
| Nr. | Spiel | TGL | TV 1884 Großkrotzenburg II | Sätze | Ergebnis | Stand |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Doppel | Jürgen Urban / Olaf Dettmar | Wolfgang Abel / Stephanie Emrich | 11:9, 11:8, 11:8 | 3:0 | 1:0 |
| 2 | Doppel | Norbert Krebs / Sven Nowak | Alexander Lindner / Bianca Niedenthal | 5:11, 11:13, 4:11 | 0:3 | 1:1 |
| 3 | Doppel | Werner Schadt / Gerhard Schwarz | Steffen Isfort / Katharina Schwind | 4:11, 8:11, 6:11 | 0:3 | 1:2 |
| 4 | Einzel | Jürgen Urban | Stephanie Emrich | 15:13, 11:9, 12:10 | 3:0 | 2:2 |
| 5 | Einzel | Olaf Dettmar | Bianca Niedenthal | 11:3, 8:11, 7:11, 7:11 | 1:3 | 2:3 |
| 6 | Einzel | Norbert Krebs | Alexander Lindner | 12:10, 5:11, 9:11, 8:11 | 1:3 | 2:4 |
| 7 | Einzel | Sven Nowak | Steffen Isfort | 7:11, 11:5, 7:11, 7:11 | 1:3 | 2:5 |
| 8 | Einzel | Werner Schadt | Katharina Schwind | 9:11, 16:14, 9:11, 5:11 | 1:3 | 2:6 |
| 9 | Einzel | Vincent Enz | Wolfgang Abel | 6:11, 4:11, 6:11 | 0:3 | 2:7 |
| 10 | Einzel | Jürgen Urban | Bianca Niedenthal | 14:16, 14:12, 11:6, 11:13, 11:8 | 3:2 | 3:7 |
| 11 | Einzel | Olaf Dettmar | Stephanie Emrich | 11:7, 11:9, 11:9 | 3:0 | 4:7 |
| 12 | Einzel | Norbert Krebs | Steffen Isfort | 11:13, 11:9, 4:11, 8:11 | 1:3 | 4:8 |
| 13 | Einzel | Sven Nowak | Alexander Lindner | 5:11, 9:11, 0:11 | 0:3 | 4:9 |
| 14 | Einzel | Werner Schadt | Wolfgang Abel | nicht ausgetragen | – | – |
| 15 | Einzel | Vincent Enz | Katharina Schwind | nicht ausgetragen | – | – |
| 16 | Doppel | Jürgen Urban / Olaf Dettmar | Alexander Lindner / Bianca Niedenthal | nicht ausgetragen | – | – |
Endstand 4:9 · Sätze 17:29 · Bälle 405:479 · Satz- und Spielstände aus Sicht der TG Langenselbold, Quelle: offizieller Spielbericht.
Fazit
Der Montagabend begann für die TGL mit einem überzeugenden Doppelerfolg, doch schon nach den drei Auftaktdoppeln lagen die Gäste aus Großkrotzenburg II mit 2:1 vorne. In der ersten Einzelrunde wuchs der Rückstand trotz Jürgen Urbans starkem ersten Einzel auf 2:7 an. Das Zwischenhoch mit drei Punkten in Folge zum 4:7 zeigte, dass Potenzial vorhanden ist und die Mannschaft nicht aufgibt. Aber die Gäste ließen sich nicht mehr von ihrem Weg abbringen und entschieden die Begegnung vorzeitig. Ein deutliches 4:9, das ehrlich genommen werden muss, aber auch zeigt: Wenn die TGL X ihre beste Form abruft, ist sie für jeden Gegner unangenehm.





